Eine verschworene Gemeinschaft
Eine große und muntere Konfirmandinnen- und Konfirmandenschar ist es, die sich im letzten dreiviertel Jahr auf die Konfirmation vorbereitet hat. Viele kannten sich vom gemeinsamen Schulbesuch am Stockerauer Gymnasium. Aber auch die ‚Neuen’ waren schnell integriert. So ist aus den 17 sehr bald eine verschworene Gemeinschaft geworden, die an den Konfirmandentagen (und nicht nur da !) gemeinsam den Gottesdienst besucht, gekocht, gewutzelt, diskutiert und sich mit Glaubensfragen auseinandergesetzt hat.
Uns hat die Zusammenarbeit mit der fröhlichen Schar viel Freude gemacht. Wenn ich „uns“ sage, meine ich damit auch Norbert Flamisch, dem ich herzlich für sein Engagement und seinen Einsatz für die Konfirmanden danke! Er berichtet im Folgenden selber, wie er diesen Kurs erlebt hat.
Vorstellungs-GD & Konfirmation
Nun freuen wir uns auf die Konfirmation am Ostermontag um 10 Uhr, bei der unsere Lutherkirche sicher aus allen Nähten platzen wird…
Vorher schon laden wir Sie alle herzlich zum Vorstellungsgottesdienst am Sonntag, den 21.3. um 10 Uhr in die Lutherkirche ein, den unsere Konfirmanden mit vorbereiten und sicher für die eine oder andere Überraschung sorgen werden.
Wie es schon Tradition ist, werden unsere nun mündigen Gemeindeglieder auch in den Gemeindenachrichten und auf unserer Homepage vorgestellt. Dazu haben wir ihnen Fragen gestellt, die es zu beantworten galt: Was gefällt dir am christlichen Glauben? Welchen Wunsch würdest du gerne erfüllt haben? Eine Geschichte aus der Bibel, die du gerne hast… Etwas, das dir an unserer Gemeinde aufgefallen ist… Wie feierst du deine Konfirmation? Etwas, das du im Konfirmandenunterricht gelernt hast…
Kevin Geist

Eine Geschichte aus der Bibel, die Kevin gut gefällt, ist die Erzählung von David und Goliath, die zeigt, dass Kraft nicht immer Überlegenheit bedeutet.
Im Konfirmandenunterricht hat Kevin gelernt, sich mit Menschen, die er vorher nicht kannte, zu beschäftigen. Wenn er einen Wunsch frei hätte, würde er sich das Ende aller Kriege wünschen.
Verena Zanaschka

Am evangelischen Gottesdienst gefällt Verena, dass das Abendmahl so gefeiert wird, wie es in der Bibel beschrieben ist. Auch das gute, lockere und freundschaftliche Verhalten der Gemeindeglieder ist ihr positiv aufgefallen.
Im Unterricht hat sie gelernt, anderen zu verzeihen und das Positive am Anderen wahrzunehmen.
Michaela Semansky

Ihre Konfirmation feiert Michaela zweimal: am Ostermontag in Österreich und im Anschluss daran mit den Verwandten in Dänemark. Am christlichen Glauben schätzt sie, dass er sich verändern und wachsen kann. Eine biblische Geschichte, die ihr gut gefällt, ist die Heilung des Gelähmten, die zeigt, dass dessen Freunde trotz seiner Krankheit zu ihm halten und ihn zu Jesus bringen, der ihm hilft.
Stefan Jäger

Stefan wünscht sich eine B.C.Rich Gitarre. Ihm gefallen Jesu Erzählungen und Predigten, weil sie so gut zu verstehen sind. Im Unterricht hat ihm besonders das Thema Taufe gefallen.
Kerstin Tischnofsky

In Unterricht hat Kerstin gelernt, wie viele Sachen eigentlich mit Gott und dem Glauben zu tun haben. Ihre Konfirmation feiert sie zusammen mit ihrem Cousin Karsten in großer Familienrunde. Das ungezwungene Miteinander in der Gemeinde schätzt sie ebenso wie die Geschichte von der Arche Noah, in der Noah selbstlos an die ganzen hilflosen Tiere denkt und sie rettet.
Ines Kilnhofer

Ines freut sich darüber, dass Gott sie auf ihrem Lebensweg begleitet.
Ihr ist aufgefallen, das in unserer Gemeinde jeder willkommen geheißen wird. Das spiegelt sich auch im Konfirmandenunterricht wieder, wo ein guter Zusammenhalt herrscht.
In der Bibel mag sie besonders die Geschichte von Josef und seinen Brüdern aus dem Alten Testament, weil Josef am Ende trotz allem seinen Brüdern vergibt.
Emilio Arancibia-Encina

Emilio bleibt vom Konfirmandenunterricht das Rollenspiel zum Thema Schuld und Verantwortung in Erinnerung – ebenso wie die Geschichte des Propheten Jona und dem Wal, die die erste biblische Geschichte war, die er gehört hat. Ihm gefällt am christlichen Glauben die Vorstellung eines liebenden Gottes. An seiner Konfirmation geht die Familie essen und feiert fröhlich miteinander.
Tina Hoffarth

Der familiäre Umgang in der Gemeinde gefällt Tina, und dass man von Gott nicht verurteilt wird, wenn man etwas falsch gemacht hat im Leben.
Aus der Bibel mag sie gerne die Erzählung vom Abendmahl: Obwohl Jesus wusste, dass er bald stirbt, hat er trotzdem seinen Jüngern Mut zugesprochen. Tina wünscht sich für ihre Familie und Freunde Gesundheit.
Benjamin Sydor

Benjamin gefallen die fröhlichen Familiengottesdienste und die Tatsache, dass man sich ein eigenes Bild von Gott machen kann. Er findet gut, dass sich die Konfirmanden im Unterricht angefreundet haben und freut sich schon auf die Konfirmation. Ansonsten ist er wunschlos glücklich.
Julia Stangl

Julia würde gerne mit ihren Mitkonfirmanden auch über die Konfirmation hinaus in Kontakt bleiben. Sie hat im Unterricht das Glaubenbekenntnis gelernt und sich gefreut, dass immer so viele Leute zu den Gottesdiensten kommen. Sie mag es , wenn der Glaube nicht so streng ist und es nicht so viele Ge- und Verbote gibt.
Isabel Weiher

Isabel hat im Konfirmandenunterricht etwas über die Struktur der evangelischen Kirche und den Aufbau unserer Gemeinde gelernt, die zwar klein ist, aber durch den Zusammenhalt untereinander etwas bewegen kann. Auch wenn ihr eher die Evolutionstheorie einleuchtet, findet sie es schön, wie in den biblischen Schöpfungsberichten von der Erschaffung der Welt erzählt wird.
Lena Flamisch

Gemeinsam ist es viel lustiger und lernt es sich auch leichter – das hat Lena im Konfirmandenunterricht erlebt. Sie findet die Atmosphäre in der Gemeinde entspannt und würde sich überhaupt wünschen, dass alle Menschen freundlicher miteinander umgingen. In der Bibel beeindruckt sie die Geschichte von der Befreiung aus Ägypten, weil man da die Nähe und Unterstützung Gottes spürt.
Julia-Lisa Klaus

Julia ist aufgefallen, dass viele Gemeindeglieder beim Gottesdienst immer auf dem gleichen Platz sitzen. Ihre Lieblingsgeschichte aus der Bibel ist das Gleichnis vom verlorenen Sohn, der – obwohl er seinen Vater sehr enttäuscht hat – wieder freundlich zuhause aufgenommen wird. Sie hat die Betreuer beim Unterricht als motiviert und munter erlebt und würde sich wünschen, einmal im Lotto zu gewinnen.
Karsten Schindler

Karsten hat in den Unterrichtspausen seine Fähigkeiten beim Wutzeln verbessert und bei den Gottesdiensten festgestellt, dass die älteren Leute lauter singen als die Jüngeren. An Jesus mag er sehr, dass der auch die Außenseiter eingebunden hat, wie man an der Geschichte vom Zöllner Zachäus sehen kann.
Maximilian Fleischmann

Maxi würde später gerne Restaurantbesitzer werden. Er hat im Unterricht gelernt, dass unsere Lutherkirche früher einmal eine Synagoge gewesen ist.
Als biblische Geschichte gefällt ihm die Erzählung von der Arche Noahs sehr, und dass Gott nach der Flut ganz neu mit den Menschen anfängt.
Martin Judex

Gut, dass wir Evangelischen keine Dogmen und keinen Papst haben, findet Martin. Ihn beeindruckt die Geschichte der Heilung des Blinden, der am Straßenrand bettelt und Jesus um Hilfe bitte und sie auch erhält.
Dass Mitarbeiter unserer Gemeinde kranke und auch gefangene Menschen besuchen – das imponiert ihm.
Alice Ledvina

Viele kleine Hände können Großes vollbringen – dieser Ansicht ist Alice. Das Spannende am christlichen Glauben ist für sie, das er uns das ’Nicht-Erklärbare’ näher bringt und das Gefühl vermittelt, auf Gott bauen zu können. Ihre Konfirmation feiert sie mit Verwandten und Freunden in einem Lokal. Wenn sie einen Wunsch frei hätte, würde sie gerne fliegen können.
Ich mache Konfirmandenarbeit ….

- weil ich selbst in einem evangelischen Jugendclub groß geworden bin
- weil ich von dort wichtige Impulse für mein Leben mitgenommen habe
- weil ich nun gerne wieder zu den Anfängen zurückkehre
- weil die Arbeit mit Jugendlichen auch viel Freude bereitet
- weil es gut ist, auch gefordert zu werden und an seine Grenzen zu stoßen
- weil ich dort immer wieder unglaubliche Überraschungen erlebe
- weil es mich stolz macht, jungen Menschen Begleiter auf einem Stück ihres Weges zu sein
- weil es Spaß macht, mit Christian zusammenzuarbeitenweil den Jugendlichen in unserer Gesellschaft viel zu wenig Lebensraum gelassen wird
- weil die evangelische Kirche einer dieser selten gewordenen Lebensräume ist, wo sehr unterschiedliche Menschen ohne Eigennutz und Hintergedanken gemeinsames Tun
- weil für mich gilt: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.
Norbert Flamisch